Sonntag, 20. März 2011

Weisst Du, wer oder was Du bist? Und wer oder was der andere ist?

Weisst Du, wer oder was Du bist? Und wer oder was der andere ist?

von Ladies-and-Gentlemen-Project, Donnerstag, 17. März 2011 um 08:24
 
Im Zeitalter von Nicks und Chats kommen viele Menschen in die Versuchung, sich mal als der eine und mal als ein anderer auszugeben und in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Die Möglichkeit, in einem Chat mit verschiedenen Nicks präsent zu sein, eröffnet sogar die Möglichkeit, die gleiche Person mehrmals anzuschreiben, ohne dass der andere es merkt. Das geht allerdings auch in umgekehrter Richtung. Es ist ein Spiel mit der Macht über andere Menschen. Wer mehr preisgibt, hat verloren. Derjenige, der sich besser schützen kann, gewinnt. Aber kann man dieses Spiel überhaupt gewinnen?

Es ist ein undurchschaubares Versteckspiel mit angeblichen Vertraulichkeiten und angeblichen Gemeinsamkeiten. Es ist auch die Gefahr gegeben, sich in der Rolle zu verlieren und zu glauben, was man erzählt. Oder auf eine Rolle hineinzufallen. Diese Beziehungen, die auch echt wirken können, haben keinerlei Wert.

Menschen kennenzulernen, die nicht zu ihrem Namen stehen, hat keinerlei Wert. Denn was soll eigentlich der Sinn von Kommunikation sein, wenn der Kommunizierende sich hinter einem Phantasienamen versteckt? Wenn man etwas aufrichtig denkt, hat man gefälligst dazu zu stehen. Alles andere ist nur Zeitvertreib und eigentlich ist es pure Zeitverschwendung, solchen Chatbekanntschaften eine Bedeutung beizumessen. Denn nichts stimmt. Menschen sollte doch zumindest zu ihrem Namen stehen. Und ich denke, auch zu ihrem Bild. Auf der Straße gehen wir ja auch nicht mit Maske spazieren!

Etwas anderes ist die Präsenz bei Facebook, f a l l s die Menschen mit Namen und Bild präsent sind und in ihren Freundeskreis eingebunden sind. Diese Menschen lernt man zwar nur einseitig kennen, das ist aber kein Problem, da es im realen Leben ähnlich ist.

Schließlich sollte man sich entscheiden, wofür man steht und wer man ist. Und sich dazu bekennen. Und ebensolches von denen erwarten, mit denen man sich kommunikativ einlässt. Mir hat schon der eine oder andere gesagt, ich wäre im Netz zu offen und sich gewundert, wie ich überhaupt auf die Idee käme, irgendwo meinen Namen zu hinterlassen. Das wäre gefährlich. Ich bin anderer Meinung.  Ich habe entschlossen, dass es so richtig ist, wie ich bin und basta :-)

Ich selbst möchte auch nur mit authentischen Menschen zu tun haben. Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich auch davon aus, dass die anderen authentisch sind. Denn ohne Vertrauen geht es nicht. Und das ist genau der Punkt. Wer anderen nicht vertraut kann auch umgekehrt nicht erwarten, dass man ihm oder ihr vertraut. Es geht immer um Gegenseitigkeit. Give and take. Information and milk-shake ;-)

Lady M.

Ich bin die Älteste von vier Geschwistern, die auf mich hörten und Enkelin und Urenkelin von Geistlichen. Vielleicht predige ich deshalb so gerne. Hoffentlich das richtige ;-)

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